Laufender gesunder Hund

Problemhund Pico ist angekommen

“Als ich die Geschichte von Piko hörte, war mir direkt klar, dass ich Stabilität und eine Gewichtung auf die Verteilung der Rollen setzen muss. Hunde, die eine so heftige Vergangenheit hinter sich haben, benötigen ihren “Berg in der Brandung”, um die Macho-Rolle abzulegen.”

Trainerin Jenny Seefeld betreut seit ca 6 Wochen Pico und seine beiden “Rudelführer”:

“Neue Regeln wurden zusammen erarbeitet, Futter wurde nur noch im Training verwendet, der Klicker als Trainingsbeschleuniger wurde aktiviert, kurze Trainingseinheiten wurden erlernt, Kommandos nur noch mit Leine gegeben. Die ersten Weichen wurden gestellt und Pico bekam bei allen Regeln immer mehr Sicherheit und Stabilität in seinem Leben.
Ich bin sehr stolz auf Bettina und Manfred, dass sie immer wieder den “schwierigen Weg” gehen und “Problemhunde” wie Pico eine Chance geben.
Die 3 sind mittlerweile ein starkes Team und unzertrennlich.”

Piko

Unsere Geschichte:

Eigentlich sind wir, ein Paar in mittlerem bis fortgeschrittenen Alter, Katzenfreunde, aber nachdem unsere letzte Katze 2014 im 21.Lebensjahr gegangen ist, beschlossen wir nach kurzer Pause, dass wir der Stille im Haus ein Ende bereiten wollen und uns „mal“ einen Hund anschaffen.

Ganz so, wie wir immer drauf sind, sollte es ein älterer Hund sein nach dem Motto „den kein anderer mehr will und der vielleicht auch schwierig ist“.

Im Tierheim in Bonn suchte sich uns Ben aus – ich sage ganz bewusst, Ben suchte sich uns aus. Ein 13 Jahre alter Dackelmischling, sehr introvertiert, dem es egal schien, ob sich jemand für ihn interessierte oder nicht. Die braunen Augen zum Verlieben… der sollte es sein und wurde es auch. Es folgten 2, 5 Jahre, die Ben mit uns verbrachte. Das erste Jahr geprägt von Zusammenstößen, Bissen, blutigen Wunden bei uns und viel Geduld. Danach hatten wir aus eigener Kraft, wie auch immer geschehen, einen lammfrommen Mitbewohner, der zwar immer noch introvertiert, aber doch zugänglich war und – wir bildeten uns das zumindest ein – auch froh über ein neues, liebevolles Zuhause war. Ben ging nach 2,5 Jahren, wir schworen uns, keine älteren Hunde mehr zu nehmen, eigentlich gar keinen mehr, denn die Trauer war gross.

Und wieder die Ruhe im Haus, kurz und gut – nach 6 Wochen war es soweit, die Entscheidung gereift, es soll wieder einer kommen. Das Umsehen in diversen Tierheimen, genauso wie beim ersten Mal, ergab ein paar Kandidaten, und wieder Hunde, die unter der Kategorie „Notfälle“, „Graue Schnauzen“ eingeordnet waren, wiederholt im Tierheim ankamen, wegen Problemen als schwer vermittelbar galten oder schon in etwas fortgeschrittenem Alter waren.

Der erste Kandidat war Piko, ein Jack Russel Terrier/Franz. Bulldoggenmix aus einem Tierheim in Köln. Nach Deutschland gekommen aus Spanien, dort wohl in einem leeren Schwimmbad gehalten worden, 7 Jahre alt und als schwierig im Umgang eingestuft. Die Betreuer im Tierheim zeigten bei unserem Besuch einen gehörigen Respekt und Vorsicht mit Piko, wir gingen relativ forsch, und heute muss ich sogar sagen, unbedarft an den Kandidaten ran.

Und wiederum – Piko suchte uns aus. Beim ersten probeweisen Spazierengehen und der Rast auf einer Parkbank setzte er sich zwischen uns auf die Bank und schaute uns mit großen Augen an, die Unschuld im Pelzmantel…..um uns war es geschehen. Ja, der sollte es sein.

Wir nahmen ihn direkt mit, nach 2 Wochen war die Übernahme besiegelt und Piko zog als Familienmitglied in unser Leben ein.

Wir dachten noch einige Wochen, dass wir auch Piko „knacken“ würden mit viel Zuwendung, Verständnis und Liebe, aber weit gefehlt….

Nach ca. 2 Monaten war Pikos Charme erst einmal verflogen, er war der Herr im Haus, biss uns oft und aus bis dahin unerfindlichen Gründen. Besonders der eigentliche Herr des Hauses musste des Öfteren herhalten. Besuch war nicht willkommen, auch bei Besuch durch oder in der Familie wurde durch Piko „herzhaft Mass genommen“ und alles was in Beissnähe war, musste bluten. Hände und Füsse waren lädiert, anzunehmen, dass Piko geschlagen und getreten wurde in der Vergangenheit, aber so konnte es nicht mehr weiter gehen.

Wir waren uns klar, dass unsere Möglichkeiten und unser Wissen nicht weit reichten, auch wenn wir Ben, den ersten „Beisser“, noch besänftigt bekommen hatten. Die Überlegungen über den Besuch einer Hundeschule begannen, es sollte aber noch mehrere Monate und ein paar Bisswunden mehr dauern, bis die Entscheidung gefällt war.

Nun ging die Suche nach einer geeigneten Hundeschule los. Im Internet unzählige Angebote, Dokumentationen im Fernsehen, eigentlich alles im Überfluss und gerade das war das, was uns irritierte – die Frage war: wen nehmen ?

Dann erinnerte ich mich an eine ehemalige Kollegin, Jenny Seefeld. Jenny kannte ich lange aus meinem Team bei einem grossen deutschen Telekommunikationsanbieter und ich hatte auch Jahre später mitbekommen, dass Jenny letztendlich aus dem Unternehmen ausgeschieden war, ihr Hobby zum Beruf gemacht, eine Hundeschule eröffnet und sich ganz dem Hundetraining verpflichtet hatte.

Und da für uns Hundetraining auch eine Vertrauenssache ist, entschlossen wir uns für TopDog-Training und Jenny und ihre Kollegen, auch wenn die Lokation mehr als 50 km von unserem Heimatort gelegen ist. Also Kontaktaufnahme, grosses Hallo beim Wiedersehen, Anmeldung, erstes Kennenlernen und Analyse zusammen mit Piko.

Wir buchten zuerst einmal Einzelstunden, begonnen wurde mit einer Theoriestunde für „Frauchen“ und „Herrchen“, und da die Erkenntnis, was wir doch für unbedarfte Hundehalter waren und sind. Die Theoriestunde war schon augenöffnend und die Einzelstunden setzen das weiter fort.

Das Trainingsmodell kommt uns sehr entgegen. Es setzt auf gute Lernerfolge durch den Hund in als positiv empfundenen Situationen. Konkrete, kurze Kommandos, konsequentes Verhalten und dann Belohnung bei Befolgen, kein Abstrafen.

Nach 4 Einzelstunden stellen sich erste sichtbare Veränderungen ein. Piko beherrscht inzwischen etliche Kommandos, wirkt sozialer im Umgang mit Mensch und Tier. Ja, wir sind noch gebissen worden, aber die Situationen sind in den meisten Fällen vom Menschen zumindest mit verschuldet. Wir lernen in Piko zu lesen, seine Reaktionen mehr vorher zu sehen, uns selbst auch anders zu verhalten und damit auch die problematischen Situationen zu vermeiden.

Dann vor ein paar Tagen eine Riesen-Überraschung: Piko, der sonst nach allem, was auf dem Boden liegt geschnappt hat, auch nach Händen, die etwas aufheben wollten, gehorcht auf den Befehl „Sitz“, als in der Küche ein Stückchen Fleisch auf den Boden fällt und ich kann das Stückchen ohne Probleme, allerdings immer noch mit Vorsicht und ganz ungläubig, vom Boden aufheben. Grossartig !

Piko, der fast 8 Jahre in unbekannten Verhältnissen gelebt hat und wahrscheinlich auch gelernt hat, sich wehrhaft aufzustellen um seinen Rang zu finden, lernt sich in unserem Rudel einzuordnen…und zwar ziemlich schnell.

Als nächstes stehen Gruppenstunden an. Der erste gemeinsame Spaziergang auf Probe mit einer Chihuahua-Hündin und ihrem Frauchen war sehr friedlich, die Hunde interessiert, gleichzeitig entspannt und ohne Zusammenstösse – das war vor einigen Wochen noch unmöglich.. auch hier lernt Piko offensichtlich dazu.

Wir vertrauen TopDog-Training und den Mitarbeitern und wir werden weiter machen.

Unsere Erkenntnis:

Auch ältere oder problematische Hunde haben eine Chance verdient und sind in der Lage zu lernen. Mit der richtigen professionellen Hilfe stellen sich Erfolge ein.

Danke an das TopDog-Training Team von Fam. Bendig & Piko


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