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Was ist Crossdogging?

Haben Sie schon mal versucht, Ihren Hund sitzen zu lassen, während Sie mit Chinastäbchen ein Heißwürstchen transportieren? Gelingt es Ihnen, Ihren Hund nicht nur über ein Hindernis, sondern auch darunter her zu lotsen? Können Sie sich darauf konzentrieren, Ihren Hund durch Ihre Beine laufen zu lassen, während Sie ein Kinderlied trällern? Dies und noch viel mehr ist Crossdogging.

Im Grunde ist Crossdogging nicht neu. Es vereint Freizeitbeschäftigungen wie Frisbee, Trickdog, Longieren, Obedience, Trailen, Agility, Apport und viele mehr miteinander. Die Aufgabenstellungen gehen querbeet durch alle Hundesportbereiche. Beim Crossdogging werden also bekannte Aufgabenstellungen zu einem lustigen Mix kombiniert.

Dabei hat jede Hundesportart hat typische Übungen und Aufgabenstellungen, die trainiert werden müssen, bevor es richtig losgeht. Erst später entwickelt dann jeder seine eigene Einstellung und seine eigene Handschrift.

Nehmen wir einmal das Beispiel Frisbee, auch Discdogging genannt. Ziel ist, dass Mensch und Hund eine Kür vorführen, in der geschickt und teilweise auch spektakulär die Frisbeescheiben vom Menschen geworfen und vom Hund gefangen werden. Die Basis dieser Sportart ist jedoch, den Hund dazu zu bringen, etwas aus der Luft zu fangen. Ohne diese Grundlage ist ein Frisbeespiel nicht möglich.

Beim Crossdogging wird also nicht daran gearbeitet, eine Kür zu entwickeln, lediglich das Fangen eines Gegenstandes aus der Luft ist Bestandteil. Je nach Leistungsgrad können weitere Elemente aus dem Frisbeespielen mit einbezogen werden wie z.B. das Springen über ein Bein. Ob der Hund aber nun eine Frisbeescheibe fängt oder eine Packung Papiertaschentücher, spielt für das Crossdogging eigentlich keine Rolle.

Am Beispiel Agility ist der Grundgedanke vom Crossdogging ebenfalls leicht zu erläutern. Das Grundelement eines jeden Agilityparcours sind die Hürden. Diese soll der Hund so schnell wie möglich in einer vorab gegebenen Reihenfolge fehlerfrei überspringen.

Auch beim Crossdogging kommen Hürden zum Einsatz. Es kommt jedoch meist nicht so sehr darauf an, wie schnell der Hund diese überspringt. In der Regel soll der Hund viel mehr an der Hürde zeigen, als sie zu überspringen. Sie kann auch unterquert, umrundet oder in einem Trick einbezogen werden. Auch Verleitungen wie umherliegende Bälle können den Sprung über eine Hürde zur echten Herausforderung werden lassen. Der Fokus bei der Hürdenarbeit im Crossdogging richtet sich somit eher darauf, ob der Hund noch zuhört und nicht einfach bereits erlerntes ungefragt „abspult“.

 

Ganz bierernst zu nehmen sind die Aufgaben aber natürlich nicht. Dafür sind sie spannend, und es fällt unglaublich viel für Hund und Halter dabei ab.

 

Für Wen ist Crossdogging?

DER PASSENDE MENSCH

Das Alter des Menschen spielt beim Crossdogging keine Rolle. Zugegeben, bei Aufgaben, die mehr Dynamik erfordern, bei denen der Mensch in die Hocke gehen muss, ist ein junger Mensch eventuell im Vorteil. Dennoch gibt es auch Aufgaben, bei denen kreatives Denken und ein großer Erfahrungsschatz das Team nach vorne bringen. Die Frage ist, wie gut man als Team ist, nicht, welche Rasse der Hund hat oder wie alt oder sportlich der Mensch ist. Auf den Punkt gebracht kann man festhalten: Crossdogging ist geeignet für Menschen, die…

  •  neugierig sind
  • nicht in „Schubladen“ denken
  • über den Tellerrand gucken
  • flexibel denken und handeln
  • sich in ihren Hund einfühlen können
  • gerne auch mal albern sind
  • an ihren Hund glauben

DER PASSENDE HUND

Wir möchten ungeahnte Talente ans Licht bringen! Schubladendenken wie: „Das ist ein Border Collie, mit dem muss man Treibball machen“ oder auch „Ein Labrador kann nur apportieren“ wollen wir durch das Crossdogging ausmerzen. Jeder Hund darf alles können - das eine besser als das andere, aber zumindest darf er alles probieren. Der Allrounder unter den Hunden wird gesucht, und das kann auch ein Mops sein! Warum nicht?

Viel wichtiger als spezielle Fähigkeiten ist die Kommunikationsbereitschaft des Hundes.

Der Hund sollte…

  • neugierig sein
  • gerne Neues erlernen
  • Freude an der Zusammenarbeit mit seinem Menschen haben
  • beschäftigt werden wollen

KÖRPERLICHE EINSCHRÄNKUNGEN

Ist der Hund nicht mehr ganz fit, bietet Crossdogging die perfekte Alternative zu anderen Hundesportarten. Denn was bei anderen verpönt ist, ist hier erwünscht. Die Höhe der Hürden und sonstigen Hindernisse dürfen stets dem Hund und seinen Fähigkeiten angepasst werden. Es ist sogar wünschenswert, dass der Mensch bewusst die Elemente niedriger stellt, um möglichst gelenkschonend mit seinem Hund zu trainieren.

DAS ALTER

Es liegt, wie so oft, daran, welchen Ehrgeiz und welche Motivation der Mensch an den Tag legt. Ist Crossdogging einfach nur eine lustige Art der Freizeitbeschäftigung, fernab von jedem Wettkampfgedanken, so kann man bereits mit sehr jungen Hunden diese Freizeitbeschäftigung für sich entdecken.

Im Grunde wäre es auch mit Welpen denkbar, jedoch raten wir von einer Punktejagd im Wettlauf mit der Zeit in diesem Alter ab. Denn meist ist es so, dass die Menschen, sobald die Stoppuhr läuft und die Punktejagd beginnt, nicht mehr eindeutig kommunizieren können. Der Halter steht unter Druck und wird durch nicht eindeutige Signalgebung für den Hund schwer einschätz- und lesbar. Dafür kennt man sich einfach noch nicht gut genug.

Hier sind die „alten Hasen“, soll heißen die eingespielten Teams, klar im Vorteil. Da werden vom Menschen missverständlich gegebene Signale toleriert und im Kontext betrachtet vom Hund dennoch richtig ausgeführt. Crossdogging ist so vielseitig, dass auch der Hund mitdenken kann und nicht nur Kommandos ausführen muss.

Nicht exzessiv, sondern vielseitig und spontan lautet das Motto!


 

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